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der Aliceschule Gießen und der "Waldakademie Hessen GmbH" [mehr]


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Blutspendenaktion an der Aliceschule

eine Aktion der Aliceschule und des UKGM [mehr]


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Kooperation mit GOL

der Gießener Offensive Lehrerbildung im Rahmen "Berufs- und Studien-
orientierung" [mehr]


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Vocatium Gießen 2019

Ein Bindeglied im Übergang von der Schule in den Beruf [mehr]


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Südkoreanische Delegation besucht Aliceschule

Lehrkräfte aus Südkorea an der Aliceschule [mehr]


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25 Jahre Berufliches Gymnasium

In diesem Bereich unseres Menus finden Sie einige Informationen zu den Feierlichkeiten zum 25jährigen Bestehen des Beruflichen Gymnasiums an der Aliceschule.

 


Feier des 25jährigen Jubiläums des Berufliches Gymnasiums

Vor 25 Jahren startete das Berufliche Gymnasium der Aliceschule mit der Fachrichtung Ernährung.

 

Heute bieten wir jungen Menschen in der Region 4 interessante und zukunftsweisende Fachrichtungen/Schwerpunkte an.

· Ernährung
· Biologietechnik
· Gesundheit
· Erziehungswissenschaft

 

Im Rahmen des BG-Jubiläums veranstaltete das Berufliche Gymnasium Fachvorträge aus den Fachrichtungen und Schwerpunkten - mehr Informationen dazu finden Sie Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterweiter unten.

 

Zudem gab es eine große Jubiläumsfeier am 2. Oktober im Bistro Alice.

Einige Impressionen sehen Sie unten, eine Startet den Datei-DownloadPräsentation des Schulleiters hier.

 

Reaktionen der Presse:

 

 


 

 

Fachvortrag Gesundheit vom 27. September 2012

Jürgen F. Pascoe, Chef des gleichnamigen Gießener Traditionsunternehmens
Aufmerksame Zuhörer, Schüler/innen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums, Fachrichtung Gesundheit
Jürgen F. Pascoe beantwortet Fragen aus dem Publikum, Abteilungsleiterin Christiane Binz moderiert
Dank der Abteilungsleiterin an Herrn Pascoe. Diese Flasche darf auch in nicht-homöopathischen Dosen genossen werden

Jürgen F. Pascoe: Homöopathie - wirkungslos?

 

Jürgen F. Pascoe, Geschäftsführer des gleichnamigen Gießener Unternehmens , präsentierte zunächst in einem Film, die 90-jährige Geschichte von Pascoe Naturmedizin, seine Produkte und die Firmenphilosophie.

180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind beteiligt an der Herstellung einer Palette von 200 pflanzlichen Arzneimitteln, homöopathischen Wirkstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpräparaten.
Neben der Produktion hat auch eigene Forschung und Entwicklung einen hohen Stellenwert bei Pascoe Naturmedizin. Der Schutz von Ressourcen, Umwelt und Natur gehört zu den Grundsätzen des Unternehmens, das als erstes pharmazeutisches Unternehmen 2005 die papierlose Dokumentation einführte.
Die Rohstoffe von Pascoe Naturmedizin kommen aus überwiegend ökologischem Anbau und werden zum großen Teil in der Region produziert.

In den Bereich der Naturmedizin gehöre auch die Homöopathie, die sich jedoch ständig massiver Kritik ausgesetzt sehe. Jürgen F. Pascoe, Enkel des Firmengründers, verweist auf entsprechende Medienberichte aus den letzten Jahren.
Warum wird die Homöopathie in erster Linie angegriffen?
Der Hauptkritikpunkt der Gegner der Homöopathie sei die Verdünnung des Wirkstoffs. Da könne doch nichts mehr drin sein, sei eine gängige Meinung unter den Gegnern der Homöopathie.

„Similia similibus curentur“ – Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt. Dies war der Leitsatz von Samuel Hahnemann (1755 – 1843), eines Meißener Arztes und Begründers der Homöopathie.
So hatte Hahnemann festgestellt, dass Chinarinde in einer normalen Dosis malariaähnliche Symptome auslöst, sie hochverdünnt jedoch als Mittel gegen die Malaria wirksam war. Es ging also darum, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken und den Körper damit in die Lage zu versetzten, selbst die Symptome zu bekämpfen.
Diese Grundidee komme doch heute auch in der konventionellen Medizin beim Einsatz von Lebendimpfstoffen zum Tragen,  so J. Pascoe.
Hahnemanns  Entdeckung war, dass die einzusetzende Menge des Arzneistoffes möglichst gering sein musste. Hochverdünnte Stoffe regen demnach die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Das stufenweise Verdünnen wird Potenzieren genannt. Je häufiger eine Arznei potenziert wird, um so stärker ist demnach ihre Wirkung. Dieser Ansatz unterschied und unterscheidet bis heute die Homöopathie von anderen Methoden.

Ein Ausgangsstoff wird bei einer D-Potenz (Dezimal) im Verhältnis 1:10 verdünnt. Das geschieht mit einem Alkohol/Wasser Gemisch.  So entsteht die sogenannte D1 Potenz. Wird ein Teil davon erneut verdünnt und verschüttelt, entsteht die D2 Potenz, und so weiter.
Selbstverständlich sei es schwer sich vorzustellen, dass so hoch potenzierte Stoffe noch wirksam sein könnten, so J.F. Pascoe und gibt anschauliche Besispiele. So entspreche D8 einer Verdünnung 1: 100000000.
Nanopartikel wirkten jedoch auch noch in sehr hoher Verdünnung.
Dies sei doch auch in der konventionellen Medizin bekannt, so zum Beispiel bei der sogenannten Minipille ( 1:1000000) oder bei Botulinum Toxin, das nur in kleinsten Mengen eingesetzt werden dürfe ( 1:100000000/ D8) und in diesen geringsten Mengen noch eine hohe Wirksamkeit habe.

Genauso sei auch in der Homöopathie immer etwas drin.
Durch die Verdünnung des Ausgangsstoffes werde die Wirkung vertieft und Nebenwirkungen reduziert.
In der heutigen Medizin schaue man eher auf Modelle, als auf die Wirklichkeit, so Jürgen Pascoe. Oft würden in der konventionellen Medizin die Befunde als wesentlich wichtiger eingeschätzt als die Befindlichkeit des individuellen Patienten.
Der Leitsatz „wer heilt, hat recht“ konkurriere mit der sogenannten „evidence-based medicine“. Äußerst kritisch seien in diesem Zusammenhang  auch viele medizinische Massenstudien zu sehen, die Trick einsetzten, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Ärztliches Denken und Handeln müsse natürlich auch nachweisorientiert sein, zugleich gehe es aber immer darum, individuelle, auf den einzelnen Patienten zugeschnittene, Lösungen zu finden. Zurzeit aber  scheine der Mensch in der Medizin nicht im Mittelpunkt zustehen , sondern eher im Weg.

100000000 Europäer nutzten die Homöopathie, 1200 Mittel seien zugelassen, also sei doch ihre Wirksamkeit nachgewiesen. Jede homöopathische Arznei werde streng nach Vorgaben des Homöopathischen Arzneibuches (HAB) hergestellt.

Nur 10 von 3000 Medizinprofessoren in Deutschland, so Jürgen F: Pascoe, beschäftigten sich mit der Naturmedizin, und diese 10 seien weitestgehend privat finanzierte Stellen.

Das sei unglaublich angesichts der Tatsache, dass über 80 % der deutschen Bevölkerung die Naturmedizin als Primärmedikation bevorzugten.
Jeder Mensch habe das Recht die Mittel zu erhalten, die seiner spezifischen Situation entsprechen.
 


Fachvortrag Biologietechnik vom 26. September 2012

Schulleiter Karl-Heinz Bremer kündigt den Vortrag an
Prof. Dr. Runkel während seines Vortrags
Die Schülerinnen und Schüler hören aufmerksam zu
Biologietechnik-Lehrerin Antje Winter bedankt sich

Drug Delivery - Wie kommt der Wirkstoff an sein Ziel?

 

Nach den Grußworten und einem kurzen Überblick über den Verlauf des Nachmittages durch den Schulleiter Herrn Bremer verfolgten über 100 Schülerinnen und Schüler sowie externe Gäste einen spannenden Fachvortrag zum Thema "Drug Delivery - Wie kommt der Wirkstoff an sein Ziel?".
Vortragender war Herr Prof. Dr. Frank Runkel, Vizepräsident der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und im Fachbereich 04 (Krankenhaus- und Medizintechnik, Umwelt- und Biotechnologie, kurz: KMUB) tätig. Sein Arbeits- und Forschungsschwerpunkt liegt im Studiengang Biotechnologie/ Biopharmazeutische Technologie.
Die Zuhörer konnten erfahren, welche Wege ein Wirkstoff durchlaufen muss, um letztendlich zum Patienten zu gelangen. Geeignete Wirkstoffe für neue Arzneimittel müssen in vorgeschriebenen präklinischen und klinischen Studien auf ihre Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit getestet werden, bevor sie von den Arzneimittelbehörden für die Vermarktung zugelassen werden. Herr Prof. Dr. Runkel machte dabei auch verständlich, wie lange diese Wege dauern (im Schnitt zwischen 12 und 14 Jahren) und die damit entstehenden hohen Kosten (ca. 800 Millionen Euro für die Entwicklung eines Arzneimittels). Im weiteren Verlauf stellte Herr Prof. Dr. Runkel dar, in welchem Bereich dieser Überprüfungsstudien seine Arbeitsgruppe an der THM forscht. Einer der zahlreichen Schwerpunkte dieser AG ist die Entwicklung von galenischen Formulierungen (Galenik ist ein Forschungsbereich der Pharmazie, der sich mit der optimalen Darreichungsform auseinandersetzt) im Bereich der Mikro- und Nanoemulsionen für äußerliche Anwendungen. Diese können direkt vor Ort mittels mit etablierten Methoden, wie z.B. umfangreiche Permeations- und Penetrationsversuche an Schweinehaut- und Nagelmodellen, getestet werden. Im Vordergrund steht dabei, wie ein Wirkstoff noch effektiver verabreicht werden kann, um z.B. auch Nebenwirkungen zu minimieren. Leider blieb am Ende kaum Zeit, um noch weitere Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe kennenzulernen, wie z.B. die Forschung an DNAzymen.
Im Anschluss stand Herr Prof: Dr. Runkel noch sehr lange für zahlreiche Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Ein Diskussionspunkt war die Nachfrage nach Sinn und Unsinn von Tierversuchen in der Medizin und Pharmazie. Hierbei konnte Herr Prof. Dr. Runkel an Beispielen die Notwendigkeit darlegen, aber auch über den Einsatz alternativer Testmethoden berichten.
Einen großen Dank an Frau Gernandt und ihre Klasse, die für warme und kalte Getränke gesorgt haben, sowie die technische Unterstützung durch Herrn Faißt und Herrn Otto Hofmann. Ebenfalls einen großen Dank an die Klasse 13 BG 01 Biotec, welche die räumliche Organisation vor und nach dem Vortrag durchgeführt haben.

   


Fachvortrag Ernährung vom 24. September 2012

Schulleiter Karl-Heinz Bremer begrüßt den Gast
Prof. Leitzmann während des Vortrags
Auch die Schülerinnen und Schüler hören gespannt zu
Abteilungsleiterin Christiane Binz überreicht ein Geschenk

Historische Entwicklung von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Ernährung

Nachhaltige Ernährung schont das Klima und bringt gesundheitliche Vorteile

Vor ca. 100 Zuhörern im neuen Bistro der Aliceschule begrüßte Schulleiter Karl-Heinz Bremer Herrn Prof. Dr. Claus Leitzmann. Herr Bremer betonte, für Herrn Leitzmann sei dies quasi ein Heimspiel, da er auch vor ehemaligen Studenten referiere, denn zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der Aliceschule hätten bei Prof. Leitzmann studiert.

Zunächst gab Prof. Leitzmann einen historischen Abriss über die Entwicklung des Begriffs der Nachhaltigkeit.

Carl von Carlowitz (1645-1714), Fachmann für Forstwirtschaft, gilt als Begründer des Begriffs der Nachhaltigkeit. „Nicht mehr Holz schlagen als nachwachsen kann“, war seine Parole.

Gerechtigkeit, Umwelt und Zukunftsfähigkeit hätten sich bereits zu dieser Zeit als Säulen einer nachhaltigen Entwicklung abgezeichnet.

Jean Jacques Rousseau und sein Appell „Zurück zur Natur“ habe ähnliche Überlegungen aufgegriffen und unter den Zeitgenossen der Aufklärung verbreitet.

Der britische Nationalökonom Thomas Malthus habe sich zur Zeit der Industrialisierung besonders mit den Fragen des Bevölkerungswachstums und der Nahrungsmittelversorgung auseinandergesetzt.

Für das Jahr 1800 könne man von einer Weltbevölkerung von 1 Million Menschen ausgehen. Das Bevölkerungswachstum der letzten Jahrzehnte sei dramatisch. 2011 verzeichneten wir 7 Milliarden und für das Jahr 2023 werde eine Weltbevölkerung von 8 Milliarden Menschen vorausberechnet.

In der weiteren Entwicklung der Nachhaltigkeit sei zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem die Lebensreformbewegung zu nennen, die Rousseaus Motto „Zurück zur Natur“ aufgegriffen habe und einen nachhaltigen Lebensstil propagierte.

Ein weiterer Schritt sei der ab 1924 von dem Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner entwickelte ökologische Landbaus zu sehen, der auf ein nachhaltiges Wirtschaften in Kreisläufen Wert lege.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg habe insbesondere das Buch „Silent Spring“ von Rachel Carson große Beachtung gefunden und die Nachhaltigkeitsdebatte neu entfacht. Weiterhin nennt Prof. Leitzmann in diesem Zusammenhang die Gründung des „Club of Rome“ 1968 und von Greenpeace 1971 sowie das Erscheinen der „Grenzen des Wachstums“ 1972.

1976 sei das Gießener Konzept der Vollwert-Ernährung zu nennen, das zunächst vorwiegend unter gesundheitlichen Aspekten gesehen wurde.

Auch die Gründung der „Grünen“ 1980 gehöre in diesen Zusammenhang.

Wegweisend sei auch die Forderung des Brundtland-Berichts 1987 gewesen, „die Bedürfnisse heutiger Generationen zu befriedigen ohne die Bedürfnisse kommender Generationen zu vergessen“.

Die in den folgenden Jahrzehnten stattfinden UN-Gipfelkonferenzen hätten immer wieder die Entwicklung des Nachhaltigkeitskonzepts diskutiert, viele Absichtserklärungen seien abgegeben worden, die Umsetzung sei jedoch „recht bescheiden“, so die Bilanz von Prof. Leitzmann.

Es müsse jedoch dringend gehandelt werden, denn „alle Diskussionen ohne Aktionen bleiben Illusionen“.

20% der Emissionen können der Ernährung zugeschrieben werden und hier sei besonders die Erzeugung tierischer Lebensmittel zu nennen.

So sei Methan 25mal klimaschädlicher als CO2, Lachgas (N2O) habe die fast 300 fache Wirkung.

Das hohe Treibhauspotenzial, also die klimaschädliche Wirkung, komme bei der Produktion tierischer Lebensmittel zum Tragen. Gründe dafür seien u.a. Veredlungsverluste, Produktion der Futterpflanzen, die Methan-Emissionen durch Wiederkäuer und den anfallenden Dung.

 

Fünf Maßnahmen müssten ergriffen werden:

  1. Mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel verzehren

  2. Ökologisch erzeugte Lebensmittel kaufen, sie seien aufgrund des Kreislaufprinzips in der ökologischen Landwirtschaft und dem Verzicht auf Massentierhaltung klimafreundlicher

  3. Zu regionalen Produkten greifen. „Regional ist erste Wahl.“

  4. Saisonalem Obst und Gemüse den Vorzug geben

  5. Auf frische Lebensmittel setzten, auf Tiefkühlkost verzichten

Diese Maßnahmen hätten nicht nur einen klimaschonenden Effekt, sondern auch zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, so Prof. Leitzmann.

Essen zwischen Genuss und Verantwortung ist möglich.

 


Fachvortrag Psychologie vom 20. September 2012

Schulleiter Karl-Heinz Bremer und Abteilungsleiterin Christiane Binz begrüßen Dr. Günter Reinhard
Schulleiter Karl-Heinz Bremer, Abteilungsleiterin Christiane Binz und Dipl.-Psychologin Petra Sänger, Lehrkraft im Grundkursfach Psychologie, im Gespräch mit Dr. GünterReinhard
Schülerinnen und Schüler des neuen Schwerpunkts am Beruflichen Gymnasium der Aliceschule

Dr. Günter Reinhard vom Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg informierte die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums über Inhalte, Studienschwerpunkte und Berufsfelder der Psychologie.

 

· Was ist Psychologie?

Mit der Einstiegsfrage aktivierte Dr. Reinhard das Vorwissen der Schüler/innen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums/ Schwerpunkt Pädagogik/Psychologie.
Psychologie werde verstanden als die wissenschaftliche Untersuchung von Verhalten und mentalen Prozessen, so Dr. Reinhard.

 

· Was machen eigentlich Psychologinnen und Psychologen?

Zahlreiche Beispiele ließen deutlich werden, wie vielfältig sich die Psychologie darstellt. Mit Unterstützung des Referenten konnten die Schülerinnen und Schüler einige der unterschiedlichsten Gebiete der Psychologie und deren Arbeitsschwerpunkte nennen.
Die Bandbreite reichte von der biologischen Psychologie, der klinischen Psychologie, der Arbeits-und Organisationspsychologie, der forensischen Psychologie oder auch der Persönlichkeitspsychologie, um nur einige zu nennen.

 

· Was erfordert ein Psychologiestudium?

Psychologie ist ein NC-Fach, das heißt es gibt eine Zulassungsbeschränkung. Ein Abiturdurchschnitt von 1,4 sei die erste Hürde für die Aufnahme eines Studiums.
Neben diesem Kriterium gebe es jedoch weitere, wünschenswerte Voraussetzungen, die Interessenten mitbringen sollten.
Grundsätzlich wichtig sei die Freude am Umgang mit Menschen, weiterhin Teamfähigkeit und vor allem Neugierde und Freude am eigenen Erkenntnisprozess.
Außerdem werden gute Englischkenntnisse erwartet.
Studenten der Psychologie dürften auch keine Angst vor Zahlen und Formeln haben.

Auch an dieser Stelle betonte Dr. Reinhard noch einmal die naturwissenschaftliche Ausrichtung der Psychologie.

 

· Wie kann es nach dem Psychologiestudium weitergehen?

Am Ende des Vortrages stellte Dr. Reinhard das Bachelorstudium im Überblick dar, das an der Universität Marburg in 8 Semestern absolviert wird.
Da der Arbeitsmarkt für Absolventen mit Bachelor-Abschluss nicht besonders günstig sei, wird der Abschluss des Masters nach zwei weiteren Semestern empfohlen. Danach gebe es unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten in Unternehmen, Schulen und den vielfältigsten Beratungsstellen. Auch eine wissenschaftliche Karriere sei natürlich denkbar.

Der Weg zur eigenen Praxis sei lang und erfordere jedoch noch eine nach dem Masterabschluss zu absolvierende Therapieausbildung, so Dr. Reinhard auf eine Schülerfrage.

Mit herzlichem Applaus bedankten sich die Schüler/innen und anwesende Lehrkräfte der Aliceschule bei Dr. Reinhard.


Die Aliceschule ist eine von fünf Schulen in Hessen, die den Schwerpunkt Pädagogik im Beruflichen Gymnasium anbieten.
Pädagogik und Psychologie sind die neuen Pflichtfächer auf dem Weg zum Abitur.
Pädagogik wird ab der Qualifikationsphase zweites Leistungsfach. Das erste Leistungsfach kann Deutsch, Englisch, Mathematik oder eine Naturwissenschaft sein. Psychologie ist Grundkursfach.
Dieser neue Schwerpunkt im Beruflichen Gymnasium qualifiziert besonders für ein Studium der Erziehungswissenschaften, der Psychologie, ein Lehramtsstudium und selbstverständlich auch für einen Ausbildungsberuf im pädagogischen Bereich.

 

Link zur Universität Marburg [Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhier].

 
Weitere Möglichkeiten der Information über das Berufliche Gymnasium

· Tag der offenen Tür mit Schullaufbahnberatung am Samstag, 24.11.2012, 10-14 Uhr

· Schnuppertage im Beruflichen Gymnasium: 4., 5., 6. und 8. 02.2013 (Bitte telefonische Anmeldung)