Aktuelles

Brücken in die

frühpädagogische Arbeit [mehr]


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Kompetenztraining im BzB und BFS

der Aliceschule Gießen und der "Waldakademie Hessen GmbH" [mehr]


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Blutspendenaktion an der Aliceschule

eine Aktion der Aliceschule und des UKGM [mehr]


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Kooperation mit GOL

der Gießener Offensive Lehrerbildung im Rahmen "Berufs- und Studien-
orientierung" [mehr]


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Vocatium Gießen 2019

Ein Bindeglied im Übergang von der Schule in den Beruf [mehr]


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Südkoreanische Delegation besucht Aliceschule

Lehrkräfte aus Südkorea an der Aliceschule [mehr]


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Aktivitäten / Pressespiegel / Archiv

In diesem Bereich unseres Menus finden Sie u.a. Berichte aus der Presse - aktuelle sowie ältere Publikationen. Viel Spaß beim Lesen! 

 


Fachschule für Sozialpädagogik beim BSJ – Der Natur so nah!

Auf diesem Bild sieht man die 02 FSS 2 bei ihrer ersten Aufgabe als Gruppe. Ohne zu reden und teilweise mit verbundenen Augen, musste sich auf einem Baumstamm nach vorgegebenen Kriterien umsortiert werden. Dies erforderte eine gute Absprache im Voraus und gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfestellung.

Mitte April besuchte die Fachschule für Sozialpädagogik eine Einrichtung des BSJ bei Wolfshausen. Im Rahmen der 5-tägigen Studienfahrt bekamen die Studierenden im ersten Ausbildungsjahr einen fachlichen sowie methodischen Einblick in das Konzept der Abenteuer- und Erlebnispädagogik. Dieses Konzept bedient sich verschiedener meist naturnaher Aktivitäten, die das Ziel verfolgen, individuelle und gruppenspezifische Kompetenzen zu erweitern und zu intensivieren. Erlebnispädagogische Elemente und naturnahe Erlebnisse haben in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einen hohen Stellenwert. Naturkundliche Projekte und Waldkindergärten sind seit geraumer Zeit eine Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen wieder Zugang zur Natur und eine Auseinandersetzungen mit ihrer natürlichen Umgebung zu ermöglichen. Dabei geht es auch darum Chancen zu eröffnen, sich natürlichen Herausforderungen zu stellen und eigene Grenzen erfahrbar zu machen. Dies ermöglicht ein Lernen mit Hand, Herz und allen Sinnen. Darüber hinaus wird durch erlebnispädagogische Aktivitäten bei den angehenden Erzieherinnen und Erziehern die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und damit verbunden auch mit der Berufsrolle und Berufsmotivation gefordert. Nicht zuletzt deswegen gehört Erlebnispädagogik als Unterrichtseinheit in das Ausbildungsprogramm der Fachschule für Sozialpädagogik.

Das Gelände in Wolfshausen verfügt über Waldabschnitte, Feuerstellen, vielfältig nutzbare Wiesenflächen und einen 8 Meter hohen Hochseilgarten. Die Klassen wurden von qualifizierten Teamern angeleitet und die Studierenden dabei unterstützt, Grenzen kennenzulernen, zu überschreiten und persönliche Ziele zu erreichen. Die Aufgaben stellten die Studierenden vor viele Herausforderungen, die meist nur gemeinsam im Team bewältigt werden konnten. Die auf jede Klasse individuell abgestimmten Aktivitäten, werden den Studierenden und den Lehrkräften noch lange in Erinnerung bleiben.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten!

(Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit einer der teilnehmenden Fachschulklassen (02 FSS 2) verfasst.)


Klassenfahrt nach Hohensolms

Die Klasse 01FSS2 machte eine Kennenlernfahrt auf die Burg nach Hohensolms. In der Zeit vom 12.09.2016 – 14.09.2016 lernten wir viel über die Kompetenzen eines Erziehers, aktive und passive Erziehung, sowie über unseren Berufswunsch. Außerdem lernten wir uns selbst und die anderen aus der Klasse besser kennen und gestalteten unsere Freizeit gemeinsam. Morgens, mittags und abends aßen wir zusammen. Morgens und nachmittags gab es eine Theorieeinheit, in der wir verschiedene Themen behandelten, Kennenlernspiele spielten und sangen. Wir unternahmen viel zusammen, wie z.B. die Wanderung um den Aartalsee. Abends saßen wir gemütlich zusammen und erzählten, hörten Musik, sangen und machten Stockbrot über dem Lagerfeuer.


ErzieherInnen-Ausbildung heute: Hier am Beispiel „Weiterentwicklung von Spielplätzen“

„Fächer“ gibt es nicht mehr – stattdessen „Aufgabenfelder“. Ausgangspunkt ist immer eine relevante Berufssituation, ein Problem oder eine Fragestellung aus den unterschiedlichen sozialpädagogischen Arbeitsbereichen. Um eine solche Situation fachlich richtig bewältigen zu können, bedarf es vieler Informationen, die mit aktuellem Fachwissen erklärt und analysiert werden, um daraus die passenden Konsequenzen ableiten zu können.

Eine Klasse der berufsbegleitenden Ausbildung erlebte dies seit Februar an Hand eines Auftrages aus der Praxis.
Das Gemeindeparlament der Gemeinde Hüttenberg hatte vor rund 1 ½ Jahren beschlossen, die 20 öffentlichen und 7 Kindertagesstätten-Spielplätze der Gemeinde weiter zu entwickeln.
Hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter befassten sich seither mit der Thematik professioneller Spielplatzgestaltung aus Unternehmer- / Anbietersicht. Bürgermeister  Heller und Jugendpfleger Schaub boten der Fachschule für Sozialpädagogik im Januar 2016 an,  einen  Beitrag zur Analyse der Spielplätze und zu möglichen Empfehlungen zu leisten.
Die Chance zur Verknüpfung von Theorie und aktueller Praxis nahm Abteilungsleiterin Doris Nickel begeistert wahr und – wie in einem „Aufgabenfeld“ üblich – befassten sich alle Kolleginnen / Kollegen, die in der Klasse unterrichteten, mit der Thematik.
Die Studierenden bewerteten die Spielplätze nach Kriterien professioneller Spielplatzgestalter und stellten die Ergebnisse in einem Ampelbewertungssystem dar. So erhielten beispielsweise Spielplätze je nach Anzahl der Spielgeräte einen roten, gelben oder grünen Bewertungspunkt. Weitere Bewertungskriterien waren u.a. soziale Sicherheit, Öffnungszeiten, Sauberkeit, Bodenbeschaffenheit, Sitzgelegenheiten und modelliertes Gelände (Hügel, Büsche).
Darüber hinaus wurden Eltern aller Kindertagesstätten und alle Grundschülerinnen und -schüler der Gemeinde zu Bewertung, Nutzungsverhalten und Verbesserungsvorschlägen befragt.
Um die Daten fachlich beurteilen zu können, wurden Themen wie Sozialraumanalyse, aktuelle Spielplatzplanung und –gestaltung, Bewegungsbedarf der unterschiedlichen Altersstufen, Psychomotorik, Rechtsgrundlagen (z.B. Aufsichtspflicht, Hessische Bauordnung, TÜV-Bestimmungen), aber auch Präsentation, Statistik, Studien zu Freizeitverhalten und Wandel von Familie  bearbeitet.
Die Leiterinnen und Leiter der Kindertagesstätten füllten gesonderte Fragebögen für die Außenanlagen ihrer Kitas aus.
Aus der Gesamtschau und Analyse aller erfassten Daten, Recherchen, Befragungen und Wissensaspekte sowie dem Leitbild der Gemeinde wurden sowohl allgemeine Empfehlungen abgeleitet als auch spezifische für die Kindertagesstätten und für jeden einzelnen Spielplatz.
Die Ergebnisse der Sozialraumanalyse und die daraus abgeleiteten Empfehlungen für die Spielplätze der Gemeinde Hüttenberg stellten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher am 07.07.16 Bürgermeister Christof Heller, Jugendpfleger Volker Schaub, Ausschussmitgliedern des Jugend- und Sozialausschusses und dem Jugendbeirat der Gemeinde Hüttenberg vor.
 


Erlebnispädagogik beim bsj in Wolfshausen

Drei Klassen der Fachschule für Sozialwesen Fachrichtung Sozialpädagogik waren vom 14.03. bis 18.03.16 auf Studienfahrt beim BSJ (Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit e. V.Marburg) in der Bildungsstätte Wolfshausen.

Jede Klasse wurde von zwei Teamern betreut, die ihnen Aufgaben aus dem Bereich der Kooperativen Abenteuerspiele stellten. Die Lehrkräfte waren begleitend mit anwesend.

Wie schaffen es die angehenden Erzieherinnen und Erzieher als Gruppe auf eine Holzwippe zu steigen, ohne dass diese den Boden berührt? Wie gelingt es der Klasse, den sogenannten "Mohawk-Walk" zurückzulegen, ohne von den gespannten Seilen zu stürzen? Was benötigen die Studierenden, um mit Augenbinden gemeinsam einen Weg zurückzulegen? Bei allen Aufgaben waren gute Absprachen, Vertrauen, Kooperation sowie Freiwilligkeit gefragt. Die sich jeweils anschließenden Reflexionen förderten, die Gruppenprozesse besser verstehen zu können.

Die Studierenden erlebten die Fahrt als große Bereicherung für ihre pädagogische Ausbildung, wobei Spaß, kleinere Krisen und die große Freude über Erfolge nicht zu kurz kamen.

Die Studierenden konnten ihre fachlichen sowie personalen und sozialen Kompetenzen im Hinblick auf ihre berufliche Ausbildung erweitern. Besonders gestärkt wurden die Bereiche Selbstwirksamkeit,  Kompetenzerleben, Problemlösen, Eigenverantwortung für Gesunheit und Wohlbefinden, Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Kooperations- und Teamfähigkeit, Konfliktmanagement, Verantwortung für das eigene Handeln und anderen Menschen sowie Zuhören und Aushandeln.

Insgesamt haben die Klassen das Gefühl, als Gruppe gestärkt zurückgekehrt zu sein.

 


Die Sarah Wiener Stiftung beendet das Projekt „Landschaft schmeckt“ mit der Auszeichnung seiner Akteure

D. Volk, S. Wiener, D. Nickel in Berlin
Podium zur Preisverleihung an der Aliceschule
Klaus Pradella vom HR Gießen moderierte
Abteilungsleiterin D. Nickel und eine Schülerin der Aliceschule

Die Sieger des Projektwettbewerbs zum nachhaltigen Kochen stehen fest:  Kategorie Fachschule für Sozialpädagogik:  Alice-Schule – Berufliche Schule der Universitätsstadt Gießen

Gut 60 Fachschulen bundesweit nahmen fast vier Jahre lang am Pilotprojekt teil. Einige schafften es, das Kochkurskonzept der Stiftung in den Fachschulunterricht zu integrieren. Andere begannen intensiv im Bereich Nachhaltigkeit aktiv zu werden. Der Siegerschule gelang beides und vor allem wurden dort die Grundsteine für eine langfristige Umsetzung in der Zukunft gelegt.
Ziel der Aliceschule als zertifizierter gesundheitsfördernder Schule war es, im Anschluss an die zweitägige, impulsgebende Auftaktveranstaltung der Sarah Wiener Stiftung, ein Unterrichtsmodul unter Berücksichtigung aktueller neurowissenschaftlicher Erkenntnisse zu etablieren, welches als fester Bestandteil der ErzieherInnenausbildung wird und  zu einer nachhaltigen Verbesserung der Ess- und Trinkgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen führt. [mehr]


Schule im Aufbruch

ist eine Initiative von Prof. Dr. Gerald Hüther zur Potenzialentfaltung in Schulen.
Unsere Fachschule für Sozialpädagogik sagt: Wir sind dabei!
„Es ist an der Zeit unsere Schulen grundlegend umzudenken“  fordert Prof. Dr. Gerald Hüther.
Die Neurobiologie zeigt in ihrem Schwerpunkt Lern- und Entwicklungsforschung, dass Lernprozesse dann erfolgreich sind, wenn Menschen jeden Alters mit Begeisterung dabei sind (gemeinsam) selbstbestimmt und in sinnvollen Zusammenhängen zu lernen.
Künftige ErzieherInnen müssen genau so mit ihren Adressaten (Menschen von 0-99) umgehen.
Das Berufsverständnis muss sich ändern: Weg vom Animateur für Gruppen hin zum Begleiter individueller Lernprozesse, damit Potenzialentfaltung gelingt.
Damit künftigen ErzieherInnen dieses radikale Umdenken gelingt und damit sie diese Haltung verinnerlichen, müssen sie selbst während der Ausbildung eine Lern-Kultur der Potenzialentfaltung erfahren.
Deswegen nehmen wir an der Initiative „Schule im Aufbruch“ teil.

 

Link: www.Schule-im-aufbruch.de

 


Vor 50 Jahren Ausbildung zur Kindergärtnerin abgeschlossen

Inge Stimmig, Erika Heß, Dorothea Winter, Karin Trösken, Brigitte Kohl, Helga Wagner, Karin Gerkens, Marianne Steiß

Anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums trafen sich die Absolventinnen des Fröbelseminars in der Aliceschule. Schulleiter K.H. Bremer begrüßte die Damen sehr herzlich, zumal zwei von ihnen schon  beim Fröbel-Jubiläum der Aliceschule im Frühjahr 2011 mitgewirkt hatten. Damals entstand auch die Idee, beim Klassentreffen zum Jubiläum die Aliceschule einzubeziehen. Aus Hamburg oder Franken, Dillenburg und der näheren Umgebung waren die ehemaligen Fröbelseminaristinnen angereist. Bei Kaffee und Gebäck im neuen Bistro wurden Erinnerungen an die eigene Ausbildung und Berufstätigkeit lebendig: Jede Schülerin musste ein Beet bestellen.“ „Morgens holten wir die Kinder von zu Hause ab.“ „Erst hieß es, den Ofen anzuheizen.“  „Nachdem alle Kinder zu Hause waren, mussten wir putzen.“ „60 Kinder in einem Raum – wie sollte man denen gerecht werden.“ Von Abteilungsleiterin Doris Nickel ließen sich die Jubilarinnen über aktuelle Entwicklungen der ErzieherInnen-Ausbildung informieren. Bei einem Rundgang durch die Schule gab es Einblicke in  den Unterricht  und die Eindrücke konnten bei einem mittäglichen Imbiss verdaut werden.
Um noch mehr Schulerinnerungen lebendig werden zu lassen, stand auch ein Besuch in der alten Aliceschule auf dem Plan.

 


Vollversammlung der Fachschule für Sozialpädagogik - Protest gegen geplante Ausbildungsverkürzung

Verdi informiert an Fachschule für Sozialpädagogik zu geplanter Qualitätsminderung: Kifög und Verkürzung der ErzieherInnen-Ausbildung

 

Rund 300 Studierende an der Fachschule für Sozialpädagogik in der Gießener Aliceschule haben sich durch den Werbeslogan des Hessischen Sozialministeriums „Große Zukunft mit kleinen Helden – werde Erzieherin / Erzieher“ locken lassen. Fassungslos hören sie, welche gravierenden Verschlechterungen der Entwurf des Kinderförderungsgesetzes für die Arbeitsbedingungen bedeuten würde. Björn Manuel (Jugendbildungsreferent verdi) und Julian Jädicke (Gewerkschaftssekretär verdi) stellen den Gesetzentwurf mit eindringlichen Praxisbeispielen vor.Unverständnis ruft im Publikum auch hervor, dass das Ministerium zeitgleich den Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan feiert. Neue Studien  belegen, dass eine gelungene Umsetzung von Bildungsplänen die entsprechenden Rahmenbedingungen braucht. Die gab es bisher nicht – nun sollen sie gar verschlechtert werden.Bildung und Potenzialentfaltung braucht Fachkräfte: Doch auch hier droht eine gravierende Verschlechterung durch eine geplante Verkürzung der ErzieherInnen-Ausbildung. Angehende ErzieherInnen machen nach dem Mittleren Bildungsabschluss zunächst eine zweijährige „Lehre“ (Sozialassistenz), daran schließt sich die dreijährige Fachschulausbildung an, die mit einer Staatlichen Anerkennung abschließt, die dem Meisterniveau in anderen Ausbildungsberufen gleichgestellt ist. Eine Verkürzung der Ausbildung gefährdet diesen Status und damit auch die bisherige Gleichstellung im Deutschen Qualifikationsrahmen, der alle Meister-Abschlüsse und alle Bachelor-Abschlüsse auf der Stufe DQR 6 einstuft. Eine mögliche tariflich niedrigere Eingruppierung kann nicht ausgeschlossen werden. Die angehenden ErzieherInnen beschließen, sich den hessenweiten Protestaktionen anzuschließen.

 

Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher protestierten mit einer Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBriefaktion!

 


Briefaktion als Protest gegen verkürzte ErzieherInnen-Ausbildung

Frau Kultusministerin - wir basteln schon lange nicht mehr!

Angehende ErzieherInnen protestieren gegen die geplante Verkürzung ihrer Ausbildung

 

Sparmaßnahmen in der Bildung:  Mit dem geplanten Kifög droht eine Verschlechterung der Bedingungen für die Bildung in  Kindertagesstätten – nun sollen auch noch die Ausbildungsbedingungen der Fachkräfte verschlechtert werden. Obwohl Politiker, Arbeitgeberverbände, Arbeitsstellen und Ausbildungsstellen schon vor einem Jahr gegen solche Pläne protestiert und die Nachteile für alle Beteiligten umfangreich dargelegt haben, halten Kultusministerium und Sozialministerium daran fest, dass das wichtige Berufspraktikum um die Hälfte gekürzt werden soll.
In einer hessenweiten Briefaktion stellen Studierende Fragen an die Kultusministerin, z.B. „Was passiert mit meinem Anspruch auf Leistungen der Bundesagentur für Arbeit, wenn ich nach dem Berufspraktikum keine Stelle bekomme und nur sechs Monate versicherungspflichtig beschäftigt war?“ „Was passiert mit dem europaweit anerkannten Abschluss auf Meisterniveau, wenn die Ausbildung verkürzt wird (bisher zwei Jahre Lehre (Sozialassistent) und zwei „Gesellenjahren“ und einem Jahr Meisterqualifikation im Berufspraktikum).“ „Welche tariflichen Verschlechterungen sind nach einer Verkürzung der Ausbildung zu erwarten?“ „ Eine Verkürzung des Berufspraktikums schränkt die Wahl der Berufspraktikumsstellen ein – denn Jugendhilfe und Einrichtungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen brauchen Berufspraktikanten mit der Verlässlichkeit von einem Jahr.“
Gerade werden Ergebnisse der NUBBEK-Studie publiziert, die darauf verweisen, dass qualifizierte pädagogische Arbeit  gut ausgebildete Fachkräfte  braucht – dass diese allerdings auch die entsprechenden Rahmenbedingungen benötigen, um ihre Kompetenzen  einbringen zu können. Die Ausbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik verknüpft die aktuellen, vielseitigen Anforderungen an ErzieherInnen für die Einsatzbereiche Kinder von 0-10 Jahren, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Fachwissen mit Handlungsorientierung und Kooperation mit sozialpädagogischen Ausbildungsbetrieben
Die Studierenden appellieren dringend an die Kultusministerin, sich an die Auswirkungen von G8 zu erinnern – und mit der Ausbildungsverkürzung von Fachkräften nicht einen noch gravierenden Fehler zu begehen.

 


Mathematik ist überall

Abteilungsleiterin D. Nickel u. Prof. Dr. A. Beutelspacher
Workshop "Zahlenland"
Workshop "Mathematik in der Bewegung"
Workshop "Mathematik in der Bewegung"
Workshop "Mathematik und Montessori"
 

Fachtag „frühe mathematische Bildung“ an der Aliceschule

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen zum 100. Jahr seit Gründung des Fröbel-Seminars in Gießen veranstaltete die Fachschule für Sozialpädagogik der Aliceschule am 22. September 2011 einen Fachtag zum Thema „Frühe mathematische Bildung“. Die Aliceschule konnte Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, über Gießen hinaus bekannt als Initiator des Mathematik-Museums, für den Fachvortrag der Veranstaltung gewinnen. Prof. Beutelspacher zeigte auf, welche Bedeutung die Mathematik und ihre Vermittlung im Alltag von Kindertagesstätten hat. Wie gewohnt konnte er sein Publikum mit eindrucksvollen und leicht umzusetzenden Beispielen mitreißen. Vorbehalte, wie sie viele Menschen schon entwickeln, wenn nur das Wort "Mathematik" fällt, wurden erschüttert.

Zuvor begrüßte Schulleiter Karl-Heinz Bremer die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er stimmte sie darauf ein, sich mit überraschenden und erfreulichen Erfahrungen einer neuen Sichtweise von Mathematik zu nähern.

Abteilungsleiterin Doris Nickel wies als einführende Rednerin darauf hin, dass die Aliceschule mit dem Fachtag eine Veranstaltungsreihe fort, die die langjährige Tradition der Ausbildung von Erzieherinnen und Erzieher mit neuesten Erkenntnissen der Forschung verbindet. Dabei legt die Aliceschule wert darauf, aktuelle Erkenntnisse unter anderem aus den Neurowissenschaften einzubinden und ein hohes Niveau zu erreichen. Zunächst skizzierte Nickel die Arbeit Fröbels im Bereich der Ausbildung von damals noch "Kindergärtnerinnen" genannten Frauen und die Geschichte des Fröbelseminars in Gießen sowie dessen Übernahme durch den Alice-Verein und die Einbindung der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern in die Organisation der Aliceschule. Anschließend  erläuterte sie, wie wichtig ein entspanntes herangehen an das Thema Mathematik in der Erziehung ist. Mathematik lerne man eben nicht durch starres Üben und teure Programme, so Nickel. Aktuelle Forschungsergebnisse der Neurowissenschaften belegten vielmehr, dass die Vielfalt früher Erfahrungen  eine wichtige Grundlage für späteren Erfolg im Mathematikunterricht ist. Wenn Kinder vielfältige Erfahrungen im täglichen Leben, in der Natur, im Spiel, in der Bewegung und mit allen Sinnen gesammelt haben und dabei spielerisch an mathematisches Denken herangeführt werden, fällt eine Umsetzung in späteren Jahren leichter. Das geschehe häufig, ohne dass man sich dessen bewusst sei. Wenn Kinder vergleichen, wie unterschiedlich dick oder schwer Dinge sind und unterschiedliche Formen und Größen wahrnehmen, sind das schon mathematische Grunderfahrungen. Wenn man das wisse und spielerisch unterstütze, könne die weit verbreitete Angst vor der Mathematik gar nicht entstehen und Denkblockaden würden vermieden. Erzieherinnen und Erzieher hätten dabei die Aufgabe, zu erkennen wo im Alltag Mathematik sichtbar wird und mit den Kindern die Strukturen zu deuten. Dabei brauche man, so Nickel keine starren Programme. Wichtiger und anregender ist es, die Interessen der Kinder aufzunehmen und auf sie einzugehen.

In neun Workshops konnten  die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Mittagspause  unterschiedliche Schwerpunkte früher mathematischer  Bildung vertiefen: Mathematik mit Montessori, Mathematik im Fröbelstern, Mathematik und Papier falten, Mathematik in Musik und Rhythmus, Mathematik und Bewegung, Mathematische Überraschungen in der Natur, Zahlenland 1, Zahlenland 2 und Mathematik im vorschulischen Förderbereich. Ausstellungen des Shops aus dem Mathematikum mit Materialien und Büchern zum Thema ergänzten den Fachtag.Pr

Die Aliceschule ist stolz darauf, dass ihre Arbeit auch aus der Wirtschaft gewürdigt wird. Die Volksbank Mittelhessen eG unterstützt die Veranstaltungsreihe mit einer großzügigen Spende.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Presseartikel [hier]

 


Volksbank Mittelhessen fördert ErzieherInnenausbildung

Die Fachschule für Sozialpädagogik bietet als neuen Schwerpunkt den Bereich frühe mathematische Bildung an. Dabei geht es nicht darum, dass schon die Kleinsten mit Förderprogrammen zum Mathematik-Genie herangezogen werden sollen. Vielmehr sollen sozialpädagogische Fachkräfte die Grundvoraussetzungen für mathematisches Verständnis und die vielfältigen Bereiche mathematischer Bildung erkennen und entsprechend neurowissenschaftlicher Erkenntnisse die Interessen der Kinder aufgreifen. Es geht darum, Mathematik in Bewegung, Musik oder Natur zu entdecken. Mathematik umfasst nicht nur Zahlen und Ziffern, sondern Bereiche wie Muster und Reihenfolgen, Raum und Zeitdimension, Mengen, Gewichte und Formen. In Gießen bietet sich die Kooperation mit dem Mathematikum geradezu an. Mit einer Spende von 300 Euro unterstützt die Volksbank Mittelhessen die Fachschule darin, den neuen Schwerpunkt zu etablieren.

(Foto: Herr S. Bergmann von der Volksbank Mittelhessen, Frau D. Nickel, Abteilungsleiterin an der Aliceschule)

 


Botschafter für gesunde Ernährung - Sarah-Wiener-Stiftung sensibilisiert Aliceschüler als Multiplikatoren für Thema Essen

 

Mit Freude gesunde Nahrung zubereiten und sie genussvoll verspeisen ist eine Fähigkeit, die immer weniger junge Menschen erlernen. Hier will die Sarah-Wiener-Stiftung Abhilfe schaffen. In Theorie und Praxis schulten Projektleiter Frank Rothe und seine Mitarbeiterin Kerstin Ahrens deswegen angehende Erzieherinnen und Erzieher, die an der Fachschule für Sozialpädagogik an der Aliceschule in Gießen ihre Ausbildung machen.
Nachdem sich die Sarah-Wiener-Stiftung zunächst an Kitas und Grundschulen gewandt hat, wurden seit diesem Jahr auch erstmals die Ausbildungsstätten angesprochen. Die Aliceschule hat sich erfolgreich um eine Teilnahme im ersten Durchlauf bemüht. Kinder, die sich kein Essen mehr selbst zubereiten können, Kinder die nichts wissen von gesunder Ernährung als Basis eines ausgewogenen Ernährungsstils, Kinder, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine warme Mahlzeit sehen und nicht wissen, was sie damit anfangen sollen: Massive Gesundheitsschäden durch Fehlernährung sind die Folge.
Diese dramatische, gesellschaftliche Entwicklung bewog die durch das Fernsehen bekannte Spitzenköchin Sarah Wiener eine Stiftung ins Leben zu rufen, die sich des Themas effektiv annimmt. Erzieherinnen und Erzieher sind hierfür wichtige Multiplikatoren, da sie intensiven Kontakt mit den Jüngsten der Gesellschaft und deren Eltern haben.

 


Frühe mathematische Bildung als Auftrag an ErzieherInnen - Prof. Beutelspacher zu Gast an der Aliceschule

Anlässlich des Themas „frühe mathematische Bildung“ hatten Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik an der Aliceschule in Gießen am 17. Mai Herrn Prof. Beutelspacher und seine Mitarbeiterin Frau Maaß zu Gast. Ein halbes Jahr lang bildete die Beschäftigung mit der Frage wie die Kleinsten an mathematisches Denken herangeführt werden können, einen Schwerpunkt in der Ausbildung der zukünftigen Erzieher und Erzieherinnen. Wichtig war dabei die Einsicht, dass Mathematik mehr als Rechnen ist, dass sie Spaß macht und überall im Leben zu finden ist. Verschiedene Formen wahrnehmen, Dinge sortieren, Reihen und Muster erkennen sind Fähigkeiten, die Kinder von Natur aus mitbringen. In der Erziehung soll dies gezielt unterstützt und differenziert ausgebaut werden. Die Studierenden präsentierten die Ergebnisse ihrer Projektarbeit und waren sehr auf das Feedback des Experten gespannt, der sich ja mit der Gründung des Mathematikums seit Jahren dem Thema widmet. Prof. Beutelspacher bescheinigte den Studierenden, dass sie sich auf dem richtigen Weg befänden und auch schon ein gutes Stück Weges zurückgelegt hätten.In einer abschließenden Gesprächsrunde diskutierten die Studierenden mit Herrn Prof. Beutelspacher über die enorme Bedeutung des Themas für die Erziehertätigkeit im Elementarbereich. Ferner tauschten sich die Teilnehmer über Strategien aus wie die mathematische Frühförderung in der Aus- und Weiterbildung von Erziehern flächendeckend implementiert werden kann. Letztlich ging es um konkrete Ideen für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Mathematikum und Aliceschule als Ausbildungsort für Erzieher. Eine erste gemeinsame Aktion ist bereits vereinbart. Am 22. September veranstaltet die Aliceschule im Rahmen des Fröbel-Jubiläums einen Fachtag „Frühe mathematische Bildung“, an dem Prof. Beutelspacher einen Fachvortrag hält. Workshops, eine Ausstellung und Mitmach-Aktionen rund um die Thematik ergänzen die Veranstaltung.

 


LernCaoching und neue Lernkultur in der Erzieherausbildung

Die Aliceschule rüstet sich für die Zukunft

Neue Wege sind nötig, um sinn- und bedeutungsvolles Lernen in den Schulen zu stärken. Im Rahmen einer Sondermaßnahme des Hessischen Kultusministers nahmen Unterrichtende an hessischen Fachschulen für Sozialpädagogik an einer 12-monatigen Weiterbildung zum Thema „LernCoaching und neue Lernkultur“ teil. Für die Aliceschule, Gießen, besuchte Diplompsychologin Doris Volk den Kurs, sie ist dort in der Ausbildung von Sozialassistenten und Erziehern tätig.
Lernen ist viel mehr als die Reaktion auf Lehren, so Doris Volk, Lernen ist immer ein individueller Prozess. Es geht darum, aus etwas Fremdem etwas Eigenes zu machen, etwas zu kapieren, nicht es zu kopieren. Drei grundlegende, menschliche Bedürfnisse müssen erfüllt sein, damit erfolgreiches Lernen zustande kommt. Erstens das Bedürfnis nach Selbstbestimmung, d.h. selbstständig entscheiden und die eigenen Interessen und Ziele verfolgen können. Zweitens das Bedürfnis nach Kompetenz, d.h. die Fähigkeit zu erlangen wirksam zu handeln und Herausforderungen zu bewältigen. Drittens das Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit, d.h. sich akzeptiert und geschätzt fühlen und mit wichtigen Personen in Beziehung stehen.
Schule war immer im Wandel, auch bisher werden an der Aliceschule bereits eine Vielzahl neurobiologischer Erkenntnisse zum Thema Lernen aktiv umgesetzt. „Nach und nach sollen nun weitere Elemente einer neuen Lehr- und Lernkultur in unseren schulischen Alltag implementiert werden,“ so Doris Nickel, Abteilungsleiterin der Fachschule für Sozialpädagogik: „Besonders am Herzen lag es uns seit jeher, eine persönliche und tragfähige Beziehung zu unseren Schülern und Studierenden aufzubauen.“
 


Aliceschule reagiert auf aktuellen Engpass bei der Erzieherausbildung

Mit Bildungsgutscheinen zum staatlich anerkannten Erzieher – Aliceschule komplettiert Angebot und eröffnet zusätzliche Klassen

 

Um den hohen Bedarf an staatlich geprüften Erziehern und Erzieherinnen besser decken zu können, hat sich die Fachschule für Sozialpädagogik an der Aliceschule in Gießen erfolgreich der Zertifizierung zum anerkannten Weiterbildungspartner der Agentur für Arbeit unterzogen. Somit können ab sofort zum Beispiel Langzeitarbeitslose, sofern sie über die notwendige Vorbildung verfügen, ihre Bildungsgutscheine einsetzen um dort die dreijährige Ausbildung zum Erzieher zu durchlaufen. Die Aliceschule gehöre damit zu der kleinen Gruppe von Fachschulen für Sozialpädagogik, die auf den Aufruf des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit reagiert und sich dem anspruchsvollen Zertifizierungsprozess gestellt haben, so die Leiterin Frau Doris Nickel. Nach umfangreichen Vorarbeiten besuchte Auditor Joachim Lankes insgesamt vier mal die Schule, führte Interviews und nahm Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen genau unter die Lupe. Die Anerkennungs- und Zulassungsverordnung für Weiterbildung (AZWV) will über die allgemeinen Qualitätsstandards hinaus vor allem sicherstellen, dass Leitung und Lehrkräfte über nachweisbare Kompetenzen in der beruflichen Weiterbildung sowie der Erwachsenenbildung verfügen. Die besondere Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der „Umschüler“ und eine intensive Ausrichtung aller Lerninhalte und Strukturen auf den Arbeitsmarkt sollen eine hohe Erfolgsquote sicherstellen.
Die Fachschule für Sozialpädagogik an der Aliceschule bietet die Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher in Teil- und Vollzeitform an. Im laufenden Schuljahr wurde eine zusätzliche Teilzeitklasse eröffnet, um den zahlreichen Bewerbern eine Chance zu geben, sich berufsbegleitend auf ihre Wunschtätigkeit vorzubereiten. Das oft geforderte lebenslange Lernen und die Bereitschaft zur beruflichen Flexibilität sind hier bereits in die Tat umgesetzt. Auch im Vorfeld der Erzieherausbildung hat die Aliceschule ihr Engagement erneut gesteigert. Mit vier neuen Klassen an der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz bildet sie mehr junge Menschen für sozialpflegerische und erzieherische Berufe aus als je zuvor – für viele von ihnen die notwendige Voraussetzung auf dem Weg zur Erzieherausbildung.