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Südkoreanische Delegation besucht Aliceschule

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Die Frau vom Checkpoint Charlie - „Flucht und Vertreibung – gestern – heute – morgen“

 

Zu der Reihe „Flucht und Vertreibung – gestern – heute – morgen“, die in Zusammenarbeit mit der Theodor-Litt-Schule entstand, gehörte unter Anderem ein Besuch von der Zeitzeugin Jutta Fleck an der Aliceschule am 20.5.2015. Sie berichtete in einem Vortrag aus ihrer Zeit als DDR-Bürgerin, die die Flucht aus der DDR wagte und die ihr letztlich auch gelang. Angeregt worden war diese Reihe von Schüler/Innen, welche im Januar die Veranstaltung „Die hessische Flüchtlingspolitik auf dem Prüfstand“ besucht hatten.

 

Frau Fleck berichtete, dass sie 1982 aus der DDR in die BRD fliehen wollte. Auf ihrer Flucht wurde sie in Rumänien mit ihren beiden Töchtern verhaftet und in die DDR zurückgebracht. Nach einer dreijährigen Haftstrafe durfte sie zwar ausreisen, musste aber ihre Kinder zurücklassen. Erst 1988 durften ihre Töchter zu ihrer Mutter in die BRD ausreisen. Zuvor hatte Frau Fleck an verschiedenen Orten, unter Anderem am Grenzübergang Checkpoint Charlie in Berlin, für die Ausreise ihrer Töchter demonstriert.

Ihre Erfahrungen aus dieser Zeit stellte Frau Fleck sehr lebhaft und anschaulich dar, sodass viele der Zuhörer/Innen am Ende der Veranstaltung sehr beeindruckt schienen. Der Vortrag von Frau Fleck wurde von Schüler/Innen des Beruflichen Gymnasiums, der Einjährigen Berufsfachschule und des beruflichen Schulbereichs und von Kolleginnen und Kollegen beider Schulen vorbereitet.

 

Am folgenden Tag fand eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema an der Theodor-Litt-Schule statt, die ebenfalls gut besucht war und auf großes Interesse stieß. Noch bis zum 15.05. waren an beiden Schulen Ausstellungen zum Thema „Geschichte der DDR“ zu sehen. Im September geht die Reihe mit einem Theaterstück weiter, welches an der Aliceschule aufgeführt werden wird.